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27. Juni 2021

Festgottesdienst anlässlich der Altarweihe unserer Pfarrkirche St. Sebastian

In einer feierlichen Prozession wurden die Reliquien des Heiligen Alexander und des Heiligen Faustinius von Weihbischof Prof. Dr. Diez mit den Konzelebranten und Messdienern durch Mittelkalbach bis zur Pfarrkirche getragen. Eine Abordnung der Kalbachtaler gab dieser Prozession den entsprechenden würdigen und musikalischen Rahmen.


Der Gottesdienst wurde live in das daneben stehende Zelt sowie auf YouTube übertragen, parallel fand im Pfarrgarten unsere Kinderkirche statt.


In seiner Begrüßung stellte Pfarrer André Viertelhausen die anwesenden Zelebranten und weitere Gäste vor. Neben dem Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez wirkten Pfarrer im Ruhestand Bernhard Axt, Moderator des Pastoralverbundes Pfarrer Dr. Dagobert Vonderau, Schulpfarrer Sebastian Bieber sowie Regens Dr. Dirk Gärtner und Pastoralreferent Stephan Schilling an dem Gottesdienst mit. Als weitere Gäste begrüßte Pfarrer Viertelhausen den Bürgermeister Markus Bagus, Diözesambaumeister Martin Matl, den Architekten Alfred Graf von Soden sowie seinen Bauleiter Helmut Glock und den Künstler Joseph Michael Neustifter.


Pfarrer Viertelhausen urteilt, dass sich das Ergebnis nach mehr als zwei Jahren Renovierung von außen und innen durchaus sehen lassen kann: „Ich bin stolz, dass viele ihren Dienst in der Kirche tun, ihre Ideen einbringen und lebendige Steine dieser Kirche sind.“ Besonderen Dank spricht er dabei denen aus, die mit Tatkraft dabei waren, für die Renovierung gespendet haben oder diese im Gebet mitgetragen haben. Er stellt die Festwoche unter das Motto „Ein Haus voll Glorie schauet…“.


Zu Beginn des Gottesdienstes segnete Weihbischof Diez das Wasser im Taufbecken, mit dem sowohl das Ambo und der Altar als auch die Gläubigen besprengt werden.


In seiner Predigt stellt Weihbischof Diez heraus, dass die Kirche gerade mit Blick auf die pastoralen und liturgischen Erfordernisse überarbeitet wurde. Das neue Beleuchtungskonzept, der Taufstein im hinteren Teil der Kirche und der neu gestaltete Altarbereich würden dem Gotteshaus – das nicht grundlos diese Bezeichnung trägt – eine zum Gebet einladende Atmosphäre verleihen. „Stellen Sie sich die Kirche ohne den Altar vor.“ Mit diesem Experiment macht Prof. Dr. Diez deutlich, dass ohne den Altar der Mittelpunkt der Kirche fehle. Der Altar sei das Symbol für Jesus Christus und eine Verbindung zum damaligen Abendmahlssaal, in dem uns Jesus in Brot und Wein seine Gegenwart schenkt. Weil Jesus unser Mittelpunkt sei, stehe auch der Altar für Jesus im Mittelpunkt der Kirche und im Mittelpunkt des Gottesdienstes.

Weihbischof Diez erläutert, dass der Altarkuss zu Beginn der Messe gefehlt habe, da dieser als Zeichen der Ehrfurcht für Jesus diene und somit erst nach der Altarweihe angebracht sei.


Nach dem Gebet der Allerheiligenlitanei wurden die Reliquien des Heiligen Alexander und des Heiligen Faustinius in den Altar eingebracht und dieser mit Weihwasser besprengt und mit Chrisam gesalbt. In der Mitte und an den vier Ecken wurden Wachsdochte mit Weihrauch angebracht und mit der Flamme der Osterkerze entzündet. Auf diese Weise steige der Weihrauch wie ein stummes Gebet zu Christus empor und der Altar schien zu brennen.


Mit Wasser, Feuer, Chrisam und Gebet ist somit Christus selbst eingezogen in den Altar. Im Rückschluss auf das Evangelium nach Matthäus betont Weihbischof Diez, wie wichtig die Versöhnung mit Gott und mit den Mitmenschen sei und dass die Feier der Eucharistie auf dem Altar und eine versöhnte Gemeinschaft der Gläubigen zusammen gehören. „Seid Menschen der Versöhnung und des Friedens!“, forderte er die Gläubigen auf.


Nach der Altarweihe wurde dieser von Wachs und Chrisam gereinigt und mit neuen Altartüchern eingedeckt sowie die Altarkerzen entzündet. Nun konnte die erste Gabenbereitung auf unserem neuen Altar stattfinden.


Pfarrer Viertelhausen dankte nach der Kommunion dem Ensemble der Kantorei Neuhof unter Leitung von Sebastian Schwarz sowie der Vorsängerin Alexandra Pesold für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes.


Weihbischof Diez verlas die Weiheurkunde und überreichte diese an den Ortspfarrer Viertelhausen. Nach dem Schlusssegen stimmte die ganze Gemeinde in das Lied „Großer Gott, wir loben dich“ ein, begleitet von Klingeln und Glocken. Man spürte die Freude der Gemeinde, dass wieder gesungen werden darf, in jedem Lied.


In den anschließenden Grußworten legte der Architekt dar, wie sich die Kirche von ihrem Bau in 1897 über die Renovierungen in 1975 bis heute verändert hat. Der Künstler stellte seine Werke vor und ging auf die Herausforderung ein, neue Elemente mit einer 100 Jahre alten Kirche zu verbinden. Mike Herbert als Sprecher des Verwaltungsrates ging auf den Ablauf der Renovierung ein und gab eine Kostenübersicht. Andreas Pörtner, Sprecher des Pfarrgemeinderates richtetet Dankesworte an alle Beteiligten und übergab mit Hilfe des Verwaltungsrates verschiedene Präsente, an die am Bau beteiligten Entscheidungsträger und Firmen.


Im Anschluss an den Gottesdienst gab es einen Stehempfang um die Kirche herum mit regem Austausch über das renovierte Kirchengebäude mit durchweg positiven Feedback. Allen Entscheidungsträgern, Restauratoren, Firmen und Spendern ein vergelt’s Gott.


Text: Elisa und Fabian Deisenroth

Fotos: Michael Sondergeld

 


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